Mein pädagogisches Konzept

-bedürfnisorientiert, naturnah, familiär-

Liebe Eltern,

Astrid Lindgren hat einst gesagt, „Ich glaube, dass Erziehung Liebe zum Ziel hat. Wenn Kinder ohne Liebe aufwachsen, darf man sich nicht wundern, wenn sie selber lieblos werden.“. Dieses Motto zieht sich durch meine gesamte Arbeit, als Tagesmutter. Ich möchte meinen Kindern, aber auch allen Tageskindern, die ich betreue, eine liebevolle, warme und geborgene Umgebung schaffen, in der sie frei lernen und sich entfalten können. Ich möchte sie an die Hand nehmen und ihnen die Welt zeigen, in allen Farben und mit ganz viel Herz.
Genauso möchte ich euch, als Eltern, an die Hand nehmen. Bildlich gesprochen. Diese Homepage soll dabei helfen, meine kleine Kindertagespflege-Welt zu verstehen, zu begreifen und vor allem kennenzulernen.
Ich freue mich auf eine wertvolle, intensive und sonnige Zeit mit euch und eurem Kind.


Die Räumlichkeiten

Unser freistehendes Haus ist 150qm groß und besitzt einen großen, natürlich angelegten Garten mit viel Platz zum Toben und Ausprobieren. Die Kinder können rutschen, sich im Weidentipi verstecken, oder im Nasch- und Kräuterbeet ihre Sinne testen. Der Bachlauf hinter dem Haus ist durch einen Zaun kindersicher abgetrennt, unter Aufsicht spielen die Kinder aber auch mal hier im Sommer. 
Wir erkunden bei (fast) jedem Wetter die Umgebung mit dem großzügigen Bollerwagen, besuchen die Tiere auf den Weiden und im Stall, machen kleine Ausflüge in den Wald, zum benachbarten Spielplatz und ins Dorf. Außerdem kooperiere ich mit dem örtlichen Kindergarten, so dass auch dortige Besuche geplant sind. 

Im Haus dürfen sich die Tageskinder frei bewegen. Es gibt ein extra Spielzimmer, in dem ausgewählte Spielsachen zur Verfügung stehen. Im Wohnzimmer gibt es ebenso Spielbereiche, wie z.B. der Kriechtunnel, der Spielebogen, eine Murmelbahn und viele Bücher zum Anschauen und Vorlesen.
Im unteren Badezimmer ist alles für Kleinkinder erreichbar. Dort können sie sich alleine die Hände abtrocknen, Zähne putzen und den Toilettengang üben.
In der Küche essen wir gemeinsam am Esstisch. Jedes Kind hat seinen eigenen Hochstuhl, und kann beim Tisch decken und zubereiten der Mahlzeiten, jeweils auf seinen Entwicklungsstand angepasst, mithelfen. Alles was sie dazu brauchen, ist für sie erreichbar und nutzbar. Auch hier steht die freie Entwicklung im Vordergrund. Jedes Kind darf ausprobieren und bekommt, die für ihn nötige Hilfe, die es braucht. So darf bei uns auch mit den Fingern gegessen werden, jedem Kind wird zugetraut aus einem Glas zu trinken und es brauch nur das essen, was es mag.
Über eine Treppe gelangt man in den 1.Stock. Die Treppe ist oben durch ein festes Treppengitter abgesichert, so dass keine Absturzgefahr besteht. Beim Treppenaufstieg stehe ich immer bereit und bin für die Kinder da. Hoch geht es so also entweder auf allen Vieren, Laufend am Geländer, oder auf meinem Arm. Treppe runter rutschen die Kinder gerne auf ihren Pos, welches als kleines Spiel und Ritual benutzt wird und somit ein positives Erlebnis auf sie hat. 
Gewickelt wird in der Nähe des Spielraums. Entweder auf der Wickelkommode, oder wenn das Kind lieber stehen möchte, auch gerne an einem Hocker, wo es sich festhalten kann. Das Wickeln geschieht unter der Prämisse, dass nichts unter Zwang oder Gewalt passiert. Ich unterstütze diesen Prozess gerne mit Worten, kleinen Liedern oder Fingerspielen. Hier spielt „Babysignal“ eine große Rolle, worauf ich aber nochmals gesondert eingehen werde. 
Wickeln ist ein Vorgang, der im Alltag mehrmals durchgeführt werden muss, auch wenn das Kind gerade keine Lust darauf hat. Meine Aufgabe ist es, es dem Kind trotzdem so angenehm wie möglich zu gestalten, ohne schlechte Gefühle oder gar Angst bei ihm auszulösen.
Den Schlafraum habe ich daher nach dem Konzept von Maria Montessori gestaltet, da es viele Vorteile bietet. 
Die Kinder schlafen auf weichen, gemütlichen Matratzen, die ich auf dem Boden platziert habe. Sie ziehen zum Schlafen ihren Schlafsack an und zur nebenliegenden Matratze bietet ein Stillkissen, den benötigten Abstand. So hat jedes Kind seinen „Raum“ zum Schlafen. Vorteil hier ist, dass ich mich dazulegen kann und jedem Kind die benötigte Nähe, die es zum Einschlafen braucht, anbieten und geben kann. Außerdem können die Kinder so selber entscheiden, ob sie müde sind, oder kuscheln wollen, denn sie können sich ja selbst ins Bett legen. So auch beim Aufstehen: dies erfolgt selbstständig, denn ein Rausfallen ist durch die bodennahe Matratze ausgeschlossen.
Unterstützt werden die Kindern zudem durch ein kleines, gesungenes Schlaflied.


Mahlzeiten

Gesund und ausgewogen sollte es sein, unser Essen.
Das Frühstück dürft ihr eurem Kind mitgeben und in die Dose packen, was ihm am liebsten schmeckt. Bitte achtet aber darauf, dass es sich dabei nicht nur um z.B. Nutellabrote handelt, sondern auch dort auf eine vollwertige Kost Wert zulegen.

Das Mittagessen wird ebenfalls mitgebracht und von mir ggf. erwärmt.

Eine gesunde Tischkultur liegt mir am Herzen, wobei jedes Kind nach seinem Entwicklungsstand Mahlzeiten zu sich nehmen darf. So darf bei mir auch mit den Händen gegessen werden und es wird auch nicht geschimpft, wenn ein Glas umfällt.

Bei Geburtstagen, steht es euch, als Eltern, frei einen kleinen Kuchen, Snacks oder ähnliches mitzubringen. Geburtstage sind immer besondere Anlässe und werden bei uns auch dementsprechend gewürdigt bzw. gefeiert. Das Geburtstagskind darf sich für diesen Tag auch das Mittagsmenü aussuchen.

Snacks, wie gesundes Obst, Gemüsesticks, selbstgemachte Müsliriegel, aber auch mal Kekse, reiche ich für Zwischendurch.

Es steht den Kindern immer Wasser und/oder Tee zum Trinken zur Verfügung., welches sie sich entsprechend ihres Alters selbst einschenken, oder welches ich ihnen reiche.

Für draußen bitte ich euch entsprechende Trinkflaschen mitzubringen.

Kindern, die zum Einschlafen, ihr Milchfläschchen benötigen, bekommen dies auch bei mir, sofern ihr mir als Eltern, Flasche und Nahrung zur Verfügung stellt.

Falls Lebensmittelunverträglichkeiten, Allergien oder Schluckschwierigkeiten vorliegen, oder ihr Kind aus religiösen Gründen bestimmte Lebensmittel nicht essen darf, bitte ich euch mich rechtzeitig und ausreichend darüber zu informieren.


Tagesablauf und Betreuungszeiten

Meine Betreuungszeiten sind montags bis donnerstags von 8:00 bis 15:00 Uhr.
In diesem Rahmen können natürlich individuelle Absprachen getroffen werden.
Zwischen 12 und 14 Uhr ist Ruhezeit für die Kinder, daher biete ich dort keine Abholzeiten an, da dies die Bedürfnisse und den Ablauf in meiner Kindertagespflege beeinträchtigen würde.

Mein Jahresurlaub beträgt 26 Tage, wovon 2 Tage für Fortbildungen reserviert sind.
Ich gebe meinen Urlaubsplan bis spätestens Ende Dezember des Vorjahres schriftlich bekannt. 

Der Tag beginnt morgens mit der Bringzeit. Von 8:00 bis 9:00 Uhr könnt ihr euer Kind bringen, danach beginnen wir die Betreuung mit einem kleinen Morgenkreis, indem wir Gedichte, Lieder oder Fingerspiele aufsagen bzw. singen. 
Bevor wir um 9:00 Uhr frühstücken, gehen wir Hände waschen. Die Kinder haben ihr Frühstück mitgebracht und wir essen gemeinsam am Tisch. 
Nach der Mahlzeit werden die Zähne geputzt, sowie Hände und Gesicht gewaschen. 
Wir machen uns nun, je nach Wetterlage, bereit raus zugehen. Bei Schlechtwetter beginnt drinnen das Freispiel, oder ich gebe den Kindern Impulse zum Spielen, kreativ werden, tanzen, hüpfen und singen. 
Draußen können die Kinder ihrem ganz natürlichem Drang zur Bewegung nachgehen. Es kann nach Herzenslust gematscht, gebuddelt, geklettert, balanciert, entdeckt und ausprobiert werden. 
Wir machen kleine Ausflüge, spielen im Garten, oder gehen zum Spielplatz.
Kinder, die noch einen Vormittagsschlaf benötigen, dürfen diesem Schlafbedürfnis nachgehen. Im Haus im Schlafraum, oder wenn wir draußen sind, im Bollerwagen, oder der Trage.
Ab ca. 11:00 Uhr gehen wir rein, um alles für das Mittagessen vorzubreiten. Um 11:30 Uhr nehmen wir wieder am großen Esstisch Platz und die kleinen Abenteurer dürfen sich satt essen.
Danach mache ich die Kinder fertig für den Mittagsschlaf. Wie bereits oben erwähnt ist zwischen 12:00 Uhr und 14 Uhr Ruhephase, d.h. Kinder sollten in diese Zeit ungestört schlafen dürfen. Bitte berücksichtigt, dass das Abholen entweder vor oder nach der Ruhephase stattfinden sollte. 
Jedes Kind darf  schlafen, wenn es müde ist, oder sich auch nur ausruhen, in dem es sich eine Geschichte anschaut. So wird niemand gezwungen sich schlafen zu legen, aber genauso räume ich jedem Kind das Recht ein, sich im Schlaf auszuruhen und den bisherigen Tag zu verarbeiten.


Die Eingewöhnung in der Betreuung

Die Eingewöhnung in die Kindertagespflege legt den Grundstein für die Beziehung zwischen Tageskind und mir und ist oft eine aufregende und emotionale Zeit für alle Beteiligten. Dabei ist niemals aus den Augen zu verlieren, dass das Kind das Tempo seiner Eingewöhnung selbst bestimmt. Je nach Alter, Temperament, bisherigen Bindungserfahrungen und individuellem kindlichen Verhalten dauert eine Eingewöhnung unterschiedlich lang. Es ist für das Kind ein neuer, aufregender Schritt in die außerhäusliche Betreuung und stellt eine körperliche, sowie emotionale Herausforderung für es dar, die durch eine langsame und sensible Eingewöhnungsphase deutlich gemildert wird.
In meiner Kindertagespflege findet immer eine Eingewöhnung nach dem Berliner Modell statt. Es wird in Schritten eine Verabschiedung herbeigeführt, die sich über mehrere Tage oder Wochen erstrecken kann. Ein Elternteil begleitet also das Kind in die Betreuungsstätte, verhält sich passiv, bietet aber trotzdem den „sicheren Hafen“. Ich, als Tagesmutter, nehme zu dem Kind durch Spielangebote Kontakt auf. Pflegemaßnahmen, wie Wickeln, übernimmt in der Zeit, der Elternteil. Diese Phase dauert mind. 3 Tage, in denen noch kein Trennungsversuch unternommen wird. Sie dient dem Kennenlernen und dem Aufbau von Vertrauen und Sicherheit.
Erst ab dem vierten Tag, entfernt sich der Elternteil, nachdem er sich vom Kind bewusst verabschiedet hat, aus dem Gruppenraum.
Nach und nach verlängern wir diese Trennungsphase, auch Wickeln und Füttern, werden behutsam mehr und mehr von mir übernommen. Sobald sich das Kind auch von mir trösten lässt und gerne, sowie bereitwillig in die Betreuung geht, gilt die Eingewöhnung als abgeschlossen. 
Wichtig ist, dass ihr als Eltern, besonders in der Eingewöhnungsphase und natürlich auch darüber hinaus, jederzeit für mich erreichbar seid.


Um die Eingewöhnung zu erleichtern, biete ich vor dem Start eine einmal in der Woche stattfindene Schnupperstunde an.

Bildungsförderung auf allen Ebenen

Das Kind in seinem natürlichen Erkundungsbedürfnis, mit all seiner Neugierde zu unterstützen, sowie das Bewusstsein über die Stärken und Bedürfnisse des Kindes, sind die Säulen meiner täglichen pädagogischen Arbeit .
Dabei diene ich ihnen, sowie all seine Bezugspersonen, Eltern, Großeltern, als stetiges Vorbild. Bildung ist also ganzheitlich zu sehen. Für mich, als Tagesmutter eures Kindes, ist es deshalb ganz wichtig ihm den nötigen Erfahrungsraum zu bieten, sowie seine Umwelt so zu gestalten, dass es sicher und ohne unnötige Schwierigkeiten und Frustrationen, seine Ziele verwirklichen kann.

  • Sprache

Sprache ist das Tor zur Welt und das wichtigste zwischenmenschliche Kommunikationsmedium. Sprachentwicklung erfolgt ab der Geburt, ist in ständiger Entwicklung und endet nie. So verwundert es nicht, dass die Entwicklung der Sprache eng mit der Entwicklung der persönlichen Identität eines jeden Menschen verbunden ist. 
Diese fordere und fördere ich gezielt mit Fingerspielen, Reimen, Liedern oder speziellen Gebärden (Babysignal-Gebärden), die sich auf Anlässe, wie Geburtstag, Weihnachten, oder Situationen und Fragen, die die Kinder beschäftigen, beziehen. 
Die Gebärden unterstützen Wörter und machen es Kinder leichter sich diese zu merken. Kinder die also noch nicht sprechen können und dieses gerade lernen, können mit der Gebärde also schon kommunizieren und können sich so leicht verständlich machen. So ist es kein Rätselraten mehr, ob es nun noch etwas zu essen oder eben trinken möchte. Wenn ich die Gebärde des Kindes wahrgenommen habe, wiederhole ich die sie mit dem passenden Wörtern/Sätzen. Zum Beispiel gebärdet das Kind „Trinken“. Meine Reaktion darauf „Du möchtest noch etwas TRINKEN. Bitte, hier ist dein Glas.“ Das Kind erlebt kaum noch Frustration und bedient sich mit der Zeit immer mehr Gebärden, die es mit gelernten Wörtern abspeichert. Diese Art der Kommunikation kann schon mit 6-10 Monaten beginnen, ist in ständiger Veränderung, denn irgendwann löst die verbale Sprache die „Zeichensprache“ ab. Oft sprechen Kinder, die gebärden eher, als die die sich das Verständnis von uns Erwachsenen erst erkämpfen mussten.
Ein weiterer Baustein der Sprachentwicklung sind Bücher. Sie bringen die Kinder schon im U3 Bereich dazu, Fantasie und Kreativität zu entwickeln, einen lustvollen Umgang mit Sprache zu schaffen und bestimmte Themen zu behandeln. Ich stelle Bücher für spezielle Themen und Anlässe zur Verfügung (z.B. Sommer, herbst Winter, Frühling) und euer Kind entscheidet, welches Buch es anschauen mag, wie oft und wie lange. 

  • Motorik

Kinder bringen einen natürlichen Bewegungsdrang mit, es ist sozusagen ein Grundbedürfnis eines Jeden, diesen auch ausleben zu können. Durch Bewegung werden grob- und feinmotorische Fähigkeiten ausgebildet, sie entdecken ihren Körper und seine Fähigkeiten, erleben Erfolg und Misserfolg und treten in Kontakt mit anderen.
Die körperliche, sowie kognitive Entwicklung wird durch Bewegung maßgeblich gefördert, wenn ihr genügend Raum gegeben wird.
Das Umfeld bei mir ist so gestaltet, dass sich Bewegung in den Alltag einfügt:
es gibt verschiedene Angebote, wo euer Kind klettern, balancieren, hüpfen, kriechen oder rennen kann, wie z.B. der Kletterbogen, die Rutsche oder der große Garten mit Balancierparcour. Die Kinder können aber auch Dinge aus dem Alltag benutzen und eigenständig mit Kissen, Matten oder Decken Bewegungsräume gestalten. Auch das Erlernen von „Treppe steigen“ fördert motorische Abläufe, sowie Geschicklichkeit und Selbstwirksamkeit.

  • Soziale Kompetenz

Mein persönliches Konzept ist die Tagespflege im familiären Umfeld so zu gestalten, dass Tageskinder und meine eigene Familie, im engen Miteinander wachsen, aber trotzdem gezielt pädagogisch zu handeln und zu fördern. 
So ist euer Kind Teil ganz normaler haushaltlicher Tätigkeiten, wie z.B. Wäsche waschen und aufhängen (es gibt einen Wäscheständer auf kindgerechter Höhe), durchfegen und Staubwischen, oder hilft bei kleinen Gartenarbeiten mit. Das hört sich im ersten Moment erst einmal komisch an, für Außenstehende, aber Kleinkinder wollen am Leben teilnehmen. Meiner Erfahrung nach hat ein Kind mehr Freude dabei mich zu imitieren, oder mir beim Kuchen backen zu helfen, als zahllose Puzzle zu lösen. Und das Schöne daran ist, dass es ganz nebenbei und spielerisch ein soziales, familiäres, hilfsbereites und verantwortungsvolles Miteinander lernt.
Die kleine Gruppe in meiner Kindertagespflege bietet außerdem Sicherheit, Orientierung, intensive soziale Erfahrungen und geschwisterähnliche Beziehungen zu den anderen Kindern.
Mich, als kontinuierliche Bezugsperson und eine homogene Altersstruktur fördert außerdem den Aufbau eines sicheren Bindungsverhalten – etwas, was uns für unser späteres Leben mehr als prägt. Ich kann mich intensiv um jedes Kind kümmern und auf seine Bedürfnisse eingehen, so entsteht eine emotionale Verbindung und Beziehung. Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für seinen persönlichen Selbstbildungsprozess, um mutig mit Neugierde und Freude seine Umwelt zu erkunden und in Beziehung zu ihr zu treten.

  • Körper, Gesundheit, Ernährung

Kleinstkinder brauchen ein hohes Maß an Verlässlichkeit, eine wertschätzende Grundhaltung ihrer Bezugsperson, Ansprache und Zuwendung, Balance zwischen Autonomie und Sicherheit, sowie beziehungsvolle Pflege.
So ist das Wickeln für Säuglinge und Kleinkinder nicht einfach nur eine nötige hygienische Maßnahme. Ich stehe, in diesem Fall, in einem besonders engen Kontakt mit eurem Kind und begleite meine Handlung und Tätigkeit verbal. Das heißt, ich kündige vorher an, dass ich es nun wickeln möchte, benenne beim Auskleiden Kleidungsstücke, oder Körperteile, oder singe ein passendes Lied. Beim Wickeln selbst passiert nie etwas unter Zwang. Ich versuche so emphatisch und sensibel, wie es mir möglich ist, diese Tätigkeit auszuführen.
Auch beim Sauber- und Trockenwerden, behalte ich diese Haltung bei. So entscheidet das Kind, wann es „soweit“ ist. Eltern und Tagesmutter, ziehen in dieser Zeit am selben Strang. So sollte das Kind, wenn es bei der Tagesmutter windelfrei ist, auch zuhause keine Windel tragen und andersherum. Das mal etwas daneben geht ist ganz normal, auch vermeintliche Rückschritte, die durch räumliche oder emotionale Veränderungen auftreten können, sind nichts schlimmes, sondern ganz normal.
So lernt das Kind durch den täglichen Umgang seinen eigenen Körper kennen und weiß ihn zu benennen.
Auch die Ernährung ist ein wichtiges Thema in der Bildungsförderung bei Kleinkindern, denn dort wird der Grundstein gelegt, für die kommenden Jahre. Je nach Alter des Kindes, darf es so beim Zubereiten der Mahlzeiten zur Hand gehen. Auch Gemüse, Obst oder Kräuter aus dem Garten zu ernten, zu wissen, wie es aussieht, riecht und schmeckt, ist ein großer Gewinn für seine eigene Wahrnehmung und Kompetenz als eigenständiges Individuum. 


Qualitätsentwicklung- und sicherung

Da ich als Tagespflegperson alleine arbeite und professionell handeln möchte, ist es umso wichtiger ein hohes Maß an Selbstreflexion zu besitzen. Des weiteren schätze ich das kollegiale Netzwerk unter uns Tagespflegepersonen im Kreis Höxter und die Möglichkeit mich jederzeit an die Fachberatung wenden zu können. 
Außerdem nehme ich jährlich an Fort- und Weiterbildungen teil, die mich in meiner pädagogischen Arbeit mit Kleinst- und Kleinkindern fördern und weiterbringen.
Alle zwei Jahre frische ich meinen Erste Hilfe Kurs für Babys und Kleinkindern auf, um auch im Fall der Fälle professionell und sicher handeln zu können.
Ich habe eine Fortbildung bei Emy Yuda absolviert und bin so bestmöglichst auf eine vorbereitete Umgebung nach den Vorstellungen Maria Montessoris, vorbereitet worden.
Des weiteren habe ich an einem Kurs für „Babysignal“ teilgenommen, d.h. gebärdenunterstützte Kommunikation mit Babys und Kleinkindern.

Das Beobachten und dokumentieren kindlicher Lern-, Bildungs-, und Entwicklungsprozesse ist ebenfalls ein wichtiger Pfeiler meiner pädagogischen Arbeit. So schreibe ich z.B. in regelmäßigen Abständen Lern-, und Bildungsgeschichten über jedes einzelne Kind. Diese Geschichten sind für die Kinder gedacht und sie lieben es, wenn ich ihnen „ihre Geschichte“ vorlese. Außerdem erhält jedes Kind zum Ende der Betreuungszeit eine persönliche Mappe, wo eben diese abgeheftet sind.
Aber auch ich, als Fachkraft, ziehe aus dem Schreiben und Beobachten wichtige Erkenntnisse, denn ich muss mich dabei ganz den kindlichen Denkweisen und Vorstellungen nähern und den Fokus auf das Kind richten. Dabei helfen mir bestimmte Fragen, wie z.b. Welche Fähigkeiten setzt das Kind ein? Welche Materialien interessiert es? Wie nimmt es Beziehungen zu anderen auf? 


Erziehungspartnerschaft

Zu meiner pädagogischen Arbeit zählt auch der gegenseitige, wertschätzende und ehrliche Austausch miteinander. Das heißt, wir stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sondern, zum Wohle des Kindes, in einer so genannten Erziehungspartnerschaft.
Um eine gesunde und bestmögliche Betreuung und Förderung eures Kindes zu gewährleisten, sollten Änderungen und Veränderungen der Lebenssituation immer miteinander besprochen werden.
Dazu dienen vor allem die täglichen „Tür und Angel Gespräche“, aber auch Elterngespräche nach Termin sind möglich. Bei den Elterngesprächen erzähle ich gerne mehr über die Entwicklung eures Kindes und wir können intensiver über bestimmte Situationen sprechen.
In dringenden Fällen können wir auch einen Telefontermin vereinbaren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Fachberatung des Kreis Höxters, Frau Werk-Ferber, zu einem Gespräch hinzuzuziehen.
In diesem Zusammenhang, weise ich gerne auch auf die gegenseitige Schweigepflicht hin. Ihr seid bei mir Zuhause, alles was hier passiert, bleibt in unseren Vierwänden und wird auch hier besprochen.
Außerdem finde ich es wichtig, das Absprachen, Termine und Uhrzeiten eingehalten werden, um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten.